Donnerstag, 15. Juni 2017

{Gelesen} Porno von Irvine Welsh

Ja wer nicht so angetan von Fäkalsprache ist, dem ist dieses Buch...und eigentlich auch jedes andere von Irvine Welsh nicht zu empfehlen.
Wer wie ich mit Trainspotting aufgewachsen ist mit all seinen schmutzigsten Toiletten Schottlands und ein an der Wand krabbelndes Baby, einer nicht volljährigen Sexbekanntschaft und harten Techno Beats, den wird auch Porno gefallen.


Porno ist sozusagen der 2. Teil von Trainspotting und die altbekannte Drogen-Truppe erscheint wieder darin (einige kommen ja auch in anderen Büchern wieder vor, wie bspw. Sick Boy als Porno Produzent in "Ein ordentlicher Ritt"- Porno spielt vor diesem Buch!).

Gut man ist vielleicht zehn Jahre älter geworden, aber leider nicht weiser. Einer der Truppe leidet bspw. noch immer an der Drogenabhängigkeit trotz gegründeter Familie. Aber keiner hat es zu etwas gebracht, keiner arbeitet in irgendeiner Bank und alle halten sich mit mehr oder weniger fragwürdigen Jobs über Wasser.
Sick Boy kauft seiner Tante ein altes Pub ab und muss erkennen, dass der einst so geliebte Bezirk Leiths nun der Bezirk der Spießer und Hipster geworden is.
Doch Sick Boy wäre nicht Sick Boy, wenn man sich nebenbei nicht noch eine goldene Nase verdienen könnte.
Also werden die oberen Räume des Pubs (auf Anraten von Juicy Terry - der der  Hauptdarsteller von "Ein ordentlicher Ritt" ist) einfach Drehort dreckiger Porno Filmchen. Klar braucht man dazu Geld und Leute. Die Leute sind schnell zusammengestellt und bestehen aus der alten Trainspotting Truppe. Für das Geld muss sein alter Freund Renton (der ihn übers Ohr gehauen hat und somit noch eine offene Rechnung ausständig hat) aus dem Amsterdamer Exil organisiert werden und dieser muss seine Schweizer Konten zur Verfügung stellen...


Also allzu legal geht es diesmal wieder nicht zu. Gut es wird vielleicht kein Heroin mehr gespritzt dafür ist man nun dem Koks zugetan...

Wieder eine Mileustudie von Welsh, der es wirklich versteht, eine schottische Tragikkomödie zu gestalten. Angesichts der trostlosen Situation der Protagonisten, hat er es dennoch geschafft, mich zum Grinsen oder Lachen zu bringen, was zuletzt nicht den feinsinnig geschnitzen Charaktere zu verdanken ist.

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